Samstag, Mai 27, 2017
   
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Forum

Im Forum geben wir Hinweise auf Beiträge von Institutionen und Einzelpersonen, die Satzungsziele der GGG betreffen. Die Beiträge können, müssen jedoch nicht die Verbandsmeinung oder die Beschlusslage der GGG-Gremien wiedergeben.

Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ist eine leere Phrase

Bildungsfinanzbericht 2016

Spiegel-Bericht

Bund, Länder und Gemeinden haben für das Jahr 2016 Bildungsausgaben in Höhe von 129,2 Milliarden Euro veranschlagt. Das sind zwar fünf Milliarden Euro mehr als im Vorjahr – aber immer noch viel zu wenig, kritisiert die GEW.

GEW-Stellungnahme

"Wer Bildungsungerechtigkeit in Zahlen ausgedrückt haben möchte, hat hiermit eine passende Lektüre gefunden", kommentiert Udo Beckmann.

VBE-Stellungnahme

Sonderpädagogische Diagnostik im Zwielicht

Der Fall Nenad, über den das WDR-Fernsehen am 20. 10. 2016 berichtete, stellt das System und die Praxis der sonderpädagogischen Diagnostik in Frage. Lesen Sie die Beiträge von Brigitte Schumann und Magda von Garrel. Erstaunlich und erfreulich klar nimmt der Verband Sonderpädagogik (VDS) in seiner Presse-Erklärung dazu Stellung.

Bertelsmann-St.: Eltern geben Ganztagsschulen gute Noten

Eltern sind mit Ganztagsschulen zufriedener als mit Halbtagsangeboten, am besten schneidet bei der individuellen Förderung der gebundene Ganztag ab.

Download: Lesen Sie die Pressemeldung

Lesen Sie die vollständige Studie

Kein Elternwahlrecht auf Segregation

In seinem  "Comment No. 4" vom 2. Sept. 2016 widerspricht der UN-Fachausschuss der Verteidigung des Sonderschulsystems in Deutschland durch Bund und Länder. Ein behauptetes Elternrecht auf Wahl einer segregierenden Schule für ihre Kinder steht dem Recht des Kindes auf inklusive Bildung entgegen. 

Beitrag von Brigitte Schumann im Bildungsklick.

BüZ: Demokratie jetzt erst recht!

Blick über den Zaun

Erklärung im Anschluss an die Tagung  "Partizipation, Verantwortung, Demokratie"
verabschiedet am 30. April 2016 in Göttingen

Schule ist mehr denn je gefragt, Kinder und Jugendliche dafür zu gewinnen, aktiv für die Demokratie einzutreten. Ob sich die Grundwerte unserer Gesellschaft in Zukunft behaupten können, entscheidet sich auch und vor allem in unseren Schulen.

Deutschland legt sich quer

Bund und Länder widersprechen der Auslegung von inklusiver Bildung durch den UN-Fachaus-schuss und verteidigen das segregierte Sonderschulsystem: es sei auf dem natürlichen Recht der Eltern aufgebaut, über Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu entscheiden. Ein alarmierender

Beitrag von Brigitte Schumann im Bildungsklick.

Kleine Gemeinschaftschulen sind konkurrenzfähig

Auch als frühere Hauptschule sowie ohne eigene Oberstufe ist die Gemeinschaftsschule mit dem Gymnasium konkurrenzfähig, stellt Joachim Lohmann fest. Sein Fazit: 
Die 6-jährige Gemeinschaftsschule ist keine Notlösung. Um gleiche Bildungschancen anzustreben, ist sie vielmehr unentbehrlich, um ein breites Angebot von Schulen des gemeinsamen Lernens in Stadtstaaten und Flächenländern sicherzustellen. Sie ist schon jetzt und erst recht in Zukunft die häufigste Form der Schulen des gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I. In Verbindung mit einer zentralen berufs- als auch allgemein bildenden gymnasialen Oberstufe schafft sie ein umfassendes und überzeugendes Angebot gerade auch für die Sekundarstufe II. Der Ausbau der 6-jährigen Gemeinschaftsschule und ihre Kooperation mit dem beruflichen Gymnasium in Berufsschulzentren sind Schritte hin zu einer gemeinsamen Schule für alle sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II.

Zusammenführen, was zusammen gehört

Ein Plädoyer, die Ziele und Chancen des Strukturwandels nicht aus den Augen zu verlieren
von Joachim Lohmann
erschienen in: SchulVerwaltung Spezial 2/2015, S. 4 - 7.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet nicht nur zu einer inklusiven Sekundarstufe I, sondern zu einem inklusiven Bidlungssystem insgesamt, also zu einer viel weitergehenden Reform. Doch selbst die Begrenzung auf die Sekundarstufe I ist in Deutschland nicht in einem Schritt zu realisieren, der Widerstand des Gymnasiums ist zu stark. Zwischenschritte sind unter Gesamtschulanhängern umstritten. Nicht wenige befürchten, dass damit das Ziel der gemeinsamen Schule für alle aufgegeben oder unerreichbar würde.

Verantwortlich für die massive soziale Ungleichheit in Deutschland ist das vertikale Schulsystem

Eine Analyse der PISA-Ergebnisse 2012 von Joachim Lohmann

Piketty hat die dramatisch zunehmende ökonomische Ungleichheit national wie global herausgearbeitet. Das Ausmaß der Ungleichheit gefährdet das individuelle Wohlergehen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die europäische soziale Demokratie.

Diesen Trend zu stoppen ist unabdingbar. Die Möglichkeiten sind begrenzt. Wirtschafts- und finanzpolitisch ist der Trend nur äußerst schwer zu bekämpfen. Das wirksamste längerfristige Mittel ist die akademische Expansion. Zentrale Weichen dafür werden in der Sekundarstufe I gestellt. Sie ist herausgefordert, jeden zu fördern, keinen zurückzulassen, alle für hochschulvorbereitende Bildungsgänge  zu befähigen. Das gelingt nur, indem man die Schwächeren sowie die sozial und ethnisch Benachteiligten besonders fördert.

Die PISA-Ergebnisse 2012 haben Wissenschaft und Politik in Deutschland als Erfolg gewertet. Grund sind verbesserte Leistungen in der Sekundarstufe I gegenüber 2000. Doch gravierender sind andere PISA-Ergebnisse: die extremen allgemeinen und sozialen Leistungsunterschiede. Weitere PISA-Daten belegen: Diese dramatischen Ergebnisse für Deutschland sind nicht zufällig, sie liegen am Schulsystem.

Das Gymnasium ist "entzaubert"

... aber  alternativlos für Eltern der "sozialen Mitte"
So lautet Brigitte Schumanns Fazit im Bildungsklick, die eine sozialwissenschaftliche Studie zu "Wahrnehmungen und Erfahrungen im Schulalltag von Eltern und Lehrern" auswertet. Die Studie gibt wichtige Hinweise zum Schulwahlverhalten von Eltern.

Bildungsklick vom 15.10.2014

Hier die ganze Studie

Viele Schüler erleben Missachtung und Verletzungen

"Mit durchschnittlich jeder vierten Lehrer-Schüler-Interaktion ist eine Verletzung verbunden." In diese plakative Faustformel fasst Prof. Annedore Prengel das zentrale Ergebnis von INTAKT.

Ist die Dualität beruflicher und akademischer Bildung zukunftsfähig?

Ein Beitrag von Joachim Lohmann

Die Forderung nach einem Studium für alle ist ein Reizthema, das zu heftigen Aggressionen führt. Wer dennoch die Bereitschaft wecken will, sich mit diesem Thema zu befassen, muss sich auf Einwände von vielen Seiten einlassen. Diese sind einerseits durch die Idealisierung des Bestehenden und andererseits durch einen Skeptizismus gegenüber Veränderungen geprägt.
Kaum ein Bereich wird so idealisiert wie die bestehende duale Berufsausbildung. Einen Tabubruch begeht, wer die duale nicht gegenüber der schulischen Berufsausbildung für überlegen hält, sie nicht als deutschen Exportschlager ansieht und an ihrer Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung zweifelt.
Wer sich zudem für ein Studium für alle einsetzt, stößt auf breiten Skeptizismus sowie auf scharfe Ablehnung: Ein Studium für alle führe zur Arbeitslosigkeit, verlöre an Attraktivität und bedeute Niveauverlust.
Doch die verengte nationale Sichtweise hilft nicht weiter. Wenn Deutschland nicht abgehängt werden will, muss es sich den internationalen Entwicklungen und globalen Erkenntnissen stellen.
Ein internationaler Vergleich stößt auf begriffliche Schwierigkeiten. Zwar haben sich auch schon früher die Staaten im Bildungsbereich mit den Entwicklungen anderer Staaten auseinandergesetzt, dann aber doch häufig nationale Sonderwege entwickelt. Inzwischen haben UNO, OECD und EU einen einheitlichen Begriffsrahmen entwickelt. Im Folgenden wird die von der UNESCO entwickelte Internationale Standardklassifikation ISCED zugrunde gelegt. Innerhalb der Klassifikation verbergen sich aber nicht selten unterschiedliche Sachverhalte.

Die Konkurrenz zerstört die Grundschule

Ein Beitrag von Joachim Lohmann

In Ballungsräumen verletzt die Grundschule die Chancengleichheit massiv. Für die gravierenden Leistungsunterschiede zwischen den Grundschulen ist nicht eine liberale Schulpolitik der Stadtstaaten verantwortlich. Schuld ist die Siedlungsstruktur, die Flucht von Eltern vor unterprivilegierten Grundschulen sowie eine Liberalisierung bei den Schuleinzugsbereichen. Die Ideologie des Wettbewerbs zwischen Schulen bedroht den Auftrag des Grundgesetzes: Nicht einmal in der Grundschule kommen noch Kinder aller Schichten zusammen.
Die soziale Segregation in der Siedlungsstruktur wird durch die Abwahl von sozial unterprivilegierten Schulen potenziert. Diese Abschottung bildet ein gefährliches Konfliktpotential, das sich im Ausland schon mehrfach entladen hat.
Nur eine integrierte Politik von Stadt- und Schulentwicklung kann den Konfliktstoff entschärfen und den sozial und ethnisch Benachteiligten bessere Chancen auf Entfaltung und Teilhabe vermitteln.

RTI - Instrument für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung?

RTI ist die Abkürzung für "response to intervention". Die in den USA entwickelte Methode ist auf dem Weg, auch in deutschen Schulen Fuß zu fassen. Sie wird in Rügen unter der Bezeichnung Rügener Inklusionsmodell in Verbindung mit der Universität Rostock derzeit erprobt und findet längst auch ihre Unterstützung und Anwendung in NRW.

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Lesen gefährdet Vorurteile – Achtung:

Joachim Lohmann liefert der GGG neue Daten zur unerträglichen Ungleichheit der Bildungschancen. Seine eindrucksvolle Analyse wird heftige Reaktionen hervorrufen.

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Die Schule muss gestärkt werden

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... fordert Prof. Peter Struck und stellt fest: "Ein längeres gemeinsames Lernen schafft mitreißende Effekte gegenüber schwachen Schülern. Die guten lernen nämlich durch Erklären viereinhalb mal so viel wie durch Zuhören; und da Schüler von anderen Schülern doppelt so viel lernen wie durch Lehrkräfte, lernen beide Gruppen mehr."

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Sekundarschulen ohne Oberstufe - Schulen zweiter Klasse

Ob Sekundarschulen Erfolg haben, hängt davon ab, ob sie eigene Oberstufen bekommen. Das Berliner Zwei-Wege-Modell steht am Scheideweg, meint der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann.

 

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Zusammen lernt es sich besser

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Zu diesem Ergebnis kommt die erste Studie, die Schüler an Gemeinschaftsschulen mit ihren Altersgenossen im gegliederten Schulsystem vergleicht. Mehr noch: Der gemeinsame Unterricht nutzt sowohl den Schwachen als auch den Starken.

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"Lehrer darf kein Beschämungspädagoge sein"

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Pädagogik ist noch immer durch Gewalt geprägt, auch wenn sie meist subtil auftritt. Der Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger fordert eine neue Schulkultur.

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Der Bildungsbericht 2012 liegt vor

Als "Bildungsferne Republik" bezeichnet die FR in einem Kommentar diese unsere Bildungsrepublik, trotz einiger erfreulicher Befunde. Entscheidende Schwachstelle: die geringen Chancen, die das deutsche Bildunsgsystem den Migranten bietet.

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