Dienstag, März 28, 2017
   
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Forum

Im Forum geben wir Hinweise auf Beiträge von Institutionen und Einzelpersonen, die Satzungsziele der GGG betreffen. Die Beiträge können, müssen jedoch nicht die Verbandsmeinung oder die Beschlusslage der GGG-Gremien wiedergeben.

Ausgaben für Nachhilfe - teurer und unfairer Ausgleich für fehlende individuelle Förderung

Nachhilfeunterricht gehört heute für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag: Knapp 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler nehmen jährlich in Deutschland Nachhilfe in Anspruch. Im Alter von 17 Jahren hat etwa jeder vierte Jugendliche im Laufe seiner Schulkarriere mindestens einmal bezahlte Nachhilfe bekommen. Diese außerschulische Aufarbeitung des Lehrstoffes lassen sich die Eltern einiges kosten. Insgesamt geben sie in Deutschland für den Nachhilfeunterricht ihrer Kinder zwischen 942 und 1.468 Millionen Euro im Jahr aus. Das haben Prof. Klaus Klemm und Annemarie Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung berechnet.

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Video zum Beitrag (Dauer 03:37 Min) - Quelle: Bertelsmannstiftung

Länger gemeinsam lernen - was wir von wem lernen können

Die internationalen Schulleistungs-Vergleichsstudien haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass das Deutsche Schulsystem so gut nicht ist, wie es von manchen gefühlt wurde (und zum Teil noch immer gefühlt wird).

Schulstruktur

Im Jahr 2001 hat der Grundschulverband den Band 112 der Beiträge zur Reform der Grundschule herausgegeben [6]. Darin befindet sich auf Seite 17 eine beeindruckende Tabelle, aus der hervorgeht, von wann bis wann die Kinder in den verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam den Kindergarten und die Schule besuchen. Deutschland fällt dadurch auf, dass die gemeinsame Lernzeit die kürzeste ist:vier Jahre in der Grundschule.

Wie dramatisch der Unterschied zu anderen Ländern sein kann, zeigt ein Blick auf Island: 13 gemeinsame Lernjahre (3 Jahre Kindergarten und 10 Jahre Schule).

Heute, ca. 8 Jahre später hat sich die Situation nur wenig geändert: Zwar haben inzwischen alle Schweizer Kantone den Selektionszeitpunkt auf das 12. Lebensjahr hinausgeschoben, doch in 15 Ländern werden immer noch bereits die 10-Jährigen auf verschieden wertige Schulformen sortiert, 14 davon sind deutsche Bundesländer, das 15. Land ist Österreich.

[...]

Dieser Beitrag von Lothar Sack ist erschienen in: "Allen Kindern gerecht werden", Beiträge zur Reform der Grundschule Bd. 129, herausgegeben vom Grundschulverband

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FR-Interview mit Jörg Dräger

"Viele Eltern sind überfordert". Warum Ex-Senator Jörg Dräger die Hamburger Schulreform dennoch für richtig hält, verrät er im Interview mit der Frankfurter Rundschau.

Das FR Interview finden Sie hier: Frankfurter Rundschau vom 20.01.2010

(Bild: dpa)

Bewegung im Schulsystem - und in der GGG

Eine seltsame Diskussion in unserem Land: Bildungspolitiker verkünden seit PISA 2000, dass es ein Skandal sei, wie stark der Bildungserfolg von der Herkunft eines Kindes abhängig ist, dass zu viele Kinder zu wenig lernen, dass wir mehr Akademiker brauchen, dass keiner verloren werden darf.Und bei der Umgestaltung der Schullandschaft in einigen Bundesländern kommt dann die (Zwei-)Gliedrigkeit heraus - ein Euphemismus, bei dem schon die Zwei nicht stimmt: Die Schulformen, die am stärksten sozial auslesen, werden nicht einbezogen, nämlich Förderschule und Gymnasium.

Weiterlesen: Bewegung im Schulsystem - und in der GGG

FR-Interview mit Schulleiterin Ahlring

"Wir dürfen niemanden aussortieren". Ingrid Ahlring hat den Glauben an die Lernfähigkeit der Politik noch nicht verloren.

Im FR Interview (Frankfurter Rundschau vom 02.12.2009) spricht die Leiterin der Wiesbadener Helene-Lange-Schule über gemeinsames Lernen und kleine Schritte der Reform.

Christian Füller wundert sich

"Kann es wirklich sein, dass es seit 40 Jahren Gesamtschulen in Deutschland gibt - und diese JETZT, im Jahr 2009, anfangen Lernen mit heterogenen Lerngruppen zu üben?" - Eindrücke des taz-Redakteurs vom Bundeskongress in Hamburg.

Weiterlesen: Christian Füller wundert sich

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