Samstag, August 18, 2018
   
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Forum

Im Forum geben wir Hinweise auf Beiträge von Institutionen und Einzelpersonen, die Satzungsziele der GGG betreffen. Die Beiträge können, müssen jedoch nicht die Verbandsmeinung oder die Beschlusslage der GGG-Gremien wiedergeben.

War Mesut Özils Vater bereits Profifußballer?

Oder ist die Tatsache, dass der heutige Nationalspieler sein Talent ausleben durfte und nun für Deutschland einsetzten kann und will, das Ergebnis einer gezielten Förderung, die Talent sichtet und es seines Milieus enthebt?

In einer Zeit voller psychologischer Determinierung und prophezeiender Statistiken könnte diese Fragestellung dazu beitragen, in Menschen wieder Chancen zu sehen und nicht vorhersehbare Zahlen. Ob die Eltern etwas beherrschen, spielt keine Rolle, wenn es darum geht, was ihre Kinder zu erlernen in der Lage sind. Die wesentliche Rolle spielt dabei, ob man es ihnen beibringt, zumutet und zutraut.

Den Glauben an die Herkunft, ethnisch wie sozial, als entscheidenden Faktor für die Möglichkeiten eines Menschen endlich auszulöschen, all das klar zu verneinen zugunsten der Möglichkeiten, die auch jeder normale Mesut in sich trägt, das wäre die entscheidende Aufgabe für diese Fußballnation, für das neue Deutschland.

Ein lesenswerter Beitrag in der FR von Jagoda Marinic: "Dem Jubel ist nicht zu trauen"

Leitfaden für Schulen zum Umgang mit Zwangsverheiratungen

Lehrerinnen und Lehrer sind wichtige Ansprechpartner für von Zwangsheirat betroffene Schülerinnen und Schüler

Ein neuer Leitfaden soll Lehrkräfte an Schulen in Deutschland im Umgang mit dem Thema Zwangsverheiratungen sensibilisieren. Staatsministerin Maria Böhmer hat die Broschüre jetzt der Kultusministerkonferenz vorgestellt. Erarbeitet hat die Integrationsbeauftragte die Publikation gemeinsam mit den Mitgliedern einer offenen Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Der Leitfaden soll das Schulpersonal auf die Thematisierung von Zwangsheirat in der Schule vorbereiten und ihm ermöglichen, gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie potenziellen Opfern die richtige Ansprache zu finden. "Zwangsheirat ist eine Menschenrechtsverletzung, die es mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen gilt", betonte Böhmer.

"Bereits bestehende Hilfsangebote für von Zwangsheirat bedrohte junge Frauen und Männer erreichen die Opfer vielfach zu spät oder gar nicht. Gerade an diesem Punkt kann Schule eine wichtige Funktion erfüllen. Aufmerksame und sensibilisierte Lehrkräfte können möglicherweise erste Anzeichen für eine drohende Zwangsheirat frühzeitig erkennen und den Schülerinnen und Schülern adäquate Hilfe anbieten. Lehrerinnen und Lehrer sind Vertrauenspersonen und damit wichtige Ansprechpartner für von Zwangsheirat betroffene Jugendliche", erklärte Staatsministerin Böhmer.

Der Leitfaden gibt Schulen und dem Schulpersonal konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen. So werden beispielsweise Warnsignale genannt, die darauf hindeuten könnten, dass eine Schülerin oder ein Schüler von Zwangsheirat bedroht ist. Zugleich wird aufgezeigt, ob und wann ein Gespräch mit den Eltern von Betroffenen sinnvoll ist oder wann das Jugendamt eingeschaltet werden sollte. Der Leitfaden enthält darüber hinaus Literaturhinweise zum Thema Zwangsheirat und Adressen von Beratungsstellen.

Die Publikation steht auf der WEB-Seite der Bundesregierung - Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration zum Download  zur Verfügung.

"Wir müssen die Schulformen inhaltlich zusammenführen"

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sagt Ernst Rösner im FR-Interview zum Dilemma der Hauptschule. Der Bildungsforscher referiert auch bei der GGG-Bundesarbeitstagung in Berlin am 12./13.11.2010.

Ein Reformer klagt an

Der Soziologe Oskar Negt hat in den 70ern eine reformpädagogische Schule mitbegründet. Nun mischt er sich in die Missbrauchsdebatte ein. Im FR-Interview wirft er der Odenwaldschule die Missachtung vieler pädagogischer Grundsätze vor.

Ausgaben für Nachhilfe - teurer und unfairer Ausgleich für fehlende individuelle Förderung

Nachhilfeunterricht gehört heute für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag: Knapp 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler nehmen jährlich in Deutschland Nachhilfe in Anspruch. Im Alter von 17 Jahren hat etwa jeder vierte Jugendliche im Laufe seiner Schulkarriere mindestens einmal bezahlte Nachhilfe bekommen. Diese außerschulische Aufarbeitung des Lehrstoffes lassen sich die Eltern einiges kosten. Insgesamt geben sie in Deutschland für den Nachhilfeunterricht ihrer Kinder zwischen 942 und 1.468 Millionen Euro im Jahr aus. Das haben Prof. Klaus Klemm und Annemarie Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung berechnet.

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Video zum Beitrag (Dauer 03:37 Min) - Quelle: Bertelsmannstiftung

Länger gemeinsam lernen - was wir von wem lernen können

Die internationalen Schulleistungs-Vergleichsstudien haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass das Deutsche Schulsystem so gut nicht ist, wie es von manchen gefühlt wurde (und zum Teil noch immer gefühlt wird).

Schulstruktur

Im Jahr 2001 hat der Grundschulverband den Band 112 der Beiträge zur Reform der Grundschule herausgegeben [6]. Darin befindet sich auf Seite 17 eine beeindruckende Tabelle, aus der hervorgeht, von wann bis wann die Kinder in den verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam den Kindergarten und die Schule besuchen. Deutschland fällt dadurch auf, dass die gemeinsame Lernzeit die kürzeste ist:vier Jahre in der Grundschule.

Wie dramatisch der Unterschied zu anderen Ländern sein kann, zeigt ein Blick auf Island: 13 gemeinsame Lernjahre (3 Jahre Kindergarten und 10 Jahre Schule).

Heute, ca. 8 Jahre später hat sich die Situation nur wenig geändert: Zwar haben inzwischen alle Schweizer Kantone den Selektionszeitpunkt auf das 12. Lebensjahr hinausgeschoben, doch in 15 Ländern werden immer noch bereits die 10-Jährigen auf verschieden wertige Schulformen sortiert, 14 davon sind deutsche Bundesländer, das 15. Land ist Österreich.

[...]

Dieser Beitrag von Lothar Sack ist erschienen in: "Allen Kindern gerecht werden", Beiträge zur Reform der Grundschule Bd. 129, herausgegeben vom Grundschulverband

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FR-Interview mit Jörg Dräger

"Viele Eltern sind überfordert". Warum Ex-Senator Jörg Dräger die Hamburger Schulreform dennoch für richtig hält, verrät er im Interview mit der Frankfurter Rundschau.

Das FR Interview finden Sie hier: Frankfurter Rundschau vom 20.01.2010

(Bild: dpa)

Bewegung im Schulsystem - und in der GGG

Eine seltsame Diskussion in unserem Land: Bildungspolitiker verkünden seit PISA 2000, dass es ein Skandal sei, wie stark der Bildungserfolg von der Herkunft eines Kindes abhängig ist, dass zu viele Kinder zu wenig lernen, dass wir mehr Akademiker brauchen, dass keiner verloren werden darf.Und bei der Umgestaltung der Schullandschaft in einigen Bundesländern kommt dann die (Zwei-)Gliedrigkeit heraus - ein Euphemismus, bei dem schon die Zwei nicht stimmt: Die Schulformen, die am stärksten sozial auslesen, werden nicht einbezogen, nämlich Förderschule und Gymnasium.

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FR-Interview mit Schulleiterin Ahlring

"Wir dürfen niemanden aussortieren". Ingrid Ahlring hat den Glauben an die Lernfähigkeit der Politik noch nicht verloren.

Im FR Interview (Frankfurter Rundschau vom 02.12.2009) spricht die Leiterin der Wiesbadener Helene-Lange-Schule über gemeinsames Lernen und kleine Schritte der Reform.

Christian Füller wundert sich

"Kann es wirklich sein, dass es seit 40 Jahren Gesamtschulen in Deutschland gibt - und diese JETZT, im Jahr 2009, anfangen Lernen mit heterogenen Lerngruppen zu üben?" - Eindrücke des taz-Redakteurs vom Bundeskongress in Hamburg.

Weiterlesen: Christian Füller wundert sich

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