Mittwoch, Dezember 13, 2017
   
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GGG-Schleswig-Holstein


 



 

Herzlich willkommen auf den Schleswig-Holstein-Seiten!


 

Landesverband Schleswig-Holstein

GGG Schleswig-Holstein

Vorsitzender
Dieter Zielinski
Langeskovweg 11
24222 Schwentinental
Tel.: 0431 18402
Email: Diet_Ziel(at)t-online.de

 

 

Positionen, Zielsetzungen und Aktivitäten des LV SH

Die GGG setzt sich ein

I. für eine menschengerechte inklusive Schule

II. für eine Schule der Chancengleichheiit

III. für eine gute Schule

IV. für eine Schule für alle

V. für eine demokratische Schule

(aus dem Satzungsentwurf der GGG 2014)

Der Landesverband Schleswig-Holstein der GGG bekennt sich zu den in der Satzung der GGG ausgesprochenen Zielen.

Um diese Ziele zu erreichen setzen wir uns ein für eine Bildungspolitik, die den Übergang von einem gegliederten zu einem integrierten und inklusiven Schulsystem konsequent verfolgt. Vor dem Hintergrund der aktuellen bildungspolitischen Situation in Schleswig-Holstein bedeutet dies für uns:

I. Die GGG Schleswig-Holstein unterstützt alle Bemühungen und Schritte, die eine Schule für alle zu befördern.

Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist in Schleswig-Holstein durch das neue Schulgesetz ein zweisäuliges Schulsystem im Bereich der allgemeinbildenden Schulen mit Gemeinschaftsschulen und Gymnasien eingerichtet worden.

In der Gemeinschaftsschule können neben der Versetzung in die Oberstufe die Abschlüsse der Sekundarstufe I in einem gemeinsamen Bildungsgang ohne Zuordnung zu unterschiedlichen Schularten erreicht werden. Den unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler wird durch Unterricht in binnendifferenzierender Form entsprochen.

Die GGG Schleswig-Holstein begrüßt, dass damit ein weiterer Schritt zu einer Schule für alle gegangen wird.

In diesem Zusammenhang ist es aus unserer Sicht konsequent, dass die Schulübergangsempfehlungen am Ende der Grundschulzeit abgeschafft worden sind.

Ebenso begrüßen wir die mit dem neuen Lerhkräftebildungsgesetz reformierte Ausbildung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein. Wir halten es für konsequent, dass mit der Abschaffung des gegliederten Schulsystems die Lehrkräfteausbildung der neuen Situation angepasst worden ist und es künftig ein Sekundarlehramt geben wird, das nicht mehr auf eine bestimmte Schulform orientiert ist, sondern für den Unterricht an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien gleichermaßen qualifiziert.

Nicht vereinbar mit einer inklusiven und damit nichtselektiven Schule ist für uns die den Gymnasien gegebene Möglichkeit, Schrägversetzungen an die Gemeinschaftsschule zu veranlassen.  Dies bedeutet, dass alle Schulen die von ihnen aufgenommenen Schülerinnen und Schüler bestmöglich fördern und zu entsprechenden Schulabschlüssen führen.

Gemeinschaftsschulen sollen eine eigene Oberstufe haben. Bei der Entscheidung über den Bedarf für die Einrichtung einer Oberstufe muss eine Steigerung der Bildungsbeteiligung berücksichtigt werden. Die vom Ministerium für die Bedarfsplanungen zu Grunde gelegt Übergangsquote von einem Drittel der Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges der Sekundarstufe I ist zu gering angesetzt. Wir begrüßen, dass Gemeinschaftsschulen ohne eigene Oberstufe die Möglichkeit erhalten haben, durch einen Kooperationsvertrag den Übergang ihrer Schülerinnen und Schüler in eine Oberstufe zu garantieren. Mit welcher Schule kooperiert wird sollte die betroffene Gemeinschaftsschule selbst bestimmen. Dabei ist bevorzugt eine Kooperation mit einer benachbarten Gemeinschaftsschule anzustreben.

Bis das neue Lehrkräftebildungsgesetz wirksam wird, muss das Ministerium für Schule und Berufsbildung sicherstellen, dass an Gemeinschaftsschulen eine angemessene Versorgung mit Lehrkräften aller Qualifikationen vorgehalten wird.

Wir setzen uns dafür ein, dass Gemeinschaftsschulen als gutausgestattete gebundene Ganztagsschulen angeboten werden:

Diese müssen über die erforderliche Infrastruktur verfügen (z.B. Mensa, Ganztagsräume). Die Bereitstellung von Lehrkräften in einem Umfang, der die Erfüllung der komplexen Aufgaben in den Gemeinschaftsschulen ermöglicht, ist ausschließlich Landesaufgabe. Die Schulträger sind für die Bereitstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Schulen verantwortlich, die eine umfassende Verwirklichung der außerunterrichtlichen Betreuung sowie der Assistenz für Aufgaben in den Schulen gewährleisten. Hierzu gehört auch die hinreichende Versorgung einer jeden Schule mit Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Die Standards für diese Versorgung müssen vom Land beschrieben werden.

Wie setzen uns für die Verwirklichung einer inklusiven Schule ein:


Wir begrüßen in dieser Hinsicht, dass das Schulministerium mit dem im September 2014 vorgelegten Inklusionskonzept einen weiteren Schritt in diese Richtung gegangen ist. Eine Reihe von Maßnahmen aus dem Konzept wird alllerdings erst mittel- bis langfristig wirksam werden. Da Schleswig-Holstein bereits relativ viele Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in den allgemeinbildenden Schulen beschult, halten wir es für dringend erforderlich, dem schon jetzt durch eine ausreichende Lerhkräfteversorgung und die sofortige Einrichtung von multiprofessionellen Teams gerecht zu werden.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir, dass die Landesregierung die für diese Legislaturperiode vorgesehene Streichung von Stellen nicht vollständig umsetzt und 728 Stellen im System belässt. Vor dem Hintergrund der zu bewältigenden Aufgaben und der Tatsache Rechnung tragend, dass den Schulen schon jetzt eine Erfüllung der Stundentafeln nicht möglich ist und dass nach Angaben des Ministeriums 150 Stellen für Sonderschullehrkräfte fehlen, sind wir der Auffassung, dass dies nicht ausreicht und weitere Stellen eingerichtet werden müssen.

II. Die GGG Schleswig-Holstein unterstützt bestehende Schulen bei ihrer Umwandlung zur Gemeinschaftsschule


Insbesondere bedeutet dies, dass wir die neu entstandenen Gemeinschaftsschulen auf ihrem Weg beraten. Darüber hinaus vermitteln wir für diese Schulen Fortbildungsangebote und Hospitationsmöglichkeiten.

III. Die GGG Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der Gemeinschaftsschulen für alle in der Öffentlichkeit.


Die Berechtigung ergibt sich für uns aus einem relativ hohen Organisationsgrad von Gemeinschaftsschulen in unserem Verband. Wir sind bemüht, weitere Schulen als Mitglieder zu gewinnen.

Durch Abgabe von Presseerklärungen zu aktuellen bildungspolitischen Diskussionen und Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen unterstützen wir die Meinungsbildung im Sinne der Verbandsziele der GGG.

IV. Die GGG Schleswig-Holstein macht die an Schule Beteiligten mit Theorie und Praxis der Schule für alle vertraut und trägt zur Professionalisierung von Lehrkräften und anderen pädagogisch Tätigen u.a. durch eigene Aktivitäten, Veranstaltungen und Fortbildungen bei.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) beteiligen wir uns an der Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für Schulleiterinnen und Schullleiter an Gemeinschaftsschulen. Außerdem führen wir in regelmäßigen Abständen Elterntage für Eltern an Gemeinschaftsschulen durch.

V. Die GGG Schleswig-Holstein arbeitet zusammen mit Parlamenten, Regierungen, Verwaltungen, Schulträgern, Parteien, Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen, berät sie bei Gründung, Aufbau und Organisation von Schulen für alle.


1. Eine besonders intensive Zusammenarbeit besteht mit dem Landeselternbeirat an Gemeinschaftsschulen. So ist der Vorstand des Landeselternbeirates als kooptiertes Mitglied im Landesvorstand der GGG vertreten. Außerdem werden die oben angesprochenen Elterntage gemeinsam organisiert.

2. Der Landesvorstand der GGG ist dem Aktionsbündnis "Gemeinsam für humane Bildung" in Schleswig-Holstein beigetreten. Neben der GGG gehören diesem Bündnis auch der Grundschulverband, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Aktion Humane Schule, die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind und das Bündnis Blick über den Zaun an.

3. Die GGG ist in die Anhörungen zu Gesetzen und Verordnungen, die den Schulbereich betreffen, einbezogen.

 

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